Beim Herpes unterscheidet man Herpes zoster, Herpes simplex und Herpes genitalis, je nach dem wo der Herpes auftritt. Am häufigsten bekannt, ist der sogenannte Lippenherpes, eine Viruserkrankung, die durch den Virus Herpes-simplex-Typ1 entsteht. Bricht der Virus aus, entstehen ein oder mehrere Bläschen an den Lippen, die schmerzen, jucken und brennen können. Diese Bläschen sind mit einer Flüssigkeit gefüllt und nässen im Verlauf der Erkrankung. In der Regel verheilen die Bläschen ohne Narbenbildung. Lippenherpes wird durch eine Tröpfcheninfektion übertragen. Die meisten Betroffenen stecken sich zumeist in der Kindheit mit dem Virus an.
Ist der Virus einmal ausgebrochen, befällt er die obersten Zellen der Haut und es kommt zu der bekannten Bläschenbildung. Von dort wandert der Virus über die Nervenbahnen zu den Nervenwurzeln, um dort im Dämmerzustand zu verweilen. Bricht das Immunsystem zusammen, was bei Krankheit vorkommt, wird der Virus erneut aktiviert. Auslöser können neben Krankheit auch Fieber, Menstruation, Stress, Schwangerschaft und Verletzungen sein. Gewöhnlich heilen die Bläschen innerhalb von 8-10 Tagen wieder ab. Die Heilung kann durch spezielle Lippensalben beschleunigt werden. Diese sollte man jedoch schon bei den ersten Anzeichen auftragen.