Ein Reizdarm äußert sich durch chronische Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen, Verstopfung und Durchfall, häufig verbunden mit einer Stuhlunregelmäßigkeit, wobei sich Verstopfung und Durchfall abwechseln können. In der Regel sind keine pathologischen Organveränderungen festzustellen und daher gilt der Reizdarm als harmlos. Die Beschwerden jedoch können unangenehm sein und die Lebensqualität einschränken. Die Annahme, dass ein Reizdarm ein erhöhtes Darmkrebsrisiko darstellt, wird nicht bestätigt. Ebenso ist ein Reizdarm nicht ansteckend oder bösartig.
Für die Ursache werden einige Faktoren wie Stress, seelische und körperliche Belastung und die Ernährung verantwortlich gemacht. Oft findet sich bei Blutuntersuchungen bei Reizdarm-Patienten eine erhöhte Anzahl weißer Blutkörperchen, die Rückschlüsse auf Entzündungen der Darmwand ziehen lassen. Gegen die Reizdarmbeschwerden können einige Medikamente wie entblähende Mittel Linderung schaffen. Daneben sollte auf eine ballaststoffreiche Kost geachtet werden, ebenso auf ausreichend Entspannung nach Stresssituationen. Gegen einen Reizdarm sollen auch pflanzliche Mittel, wie Pfefferminze, hilfreich sein. Auch wird oft zu einer psychotherapeutischen Behandlung bei einem Reizdarm geraten.