Normalerweise ist das gesunde Auge stets mit einem Tränenfilm bedeckt. Wenn es jedoch nicht mehr vollständig mit Tränenflüssigkeit bedeckt ist, führt dies zu einem trockenen Auge. Ursache kann eine unzureichende Produktion von Tränenflüssigkeit sein oder eine gestörte Zusammensetzung dieser. Diese Störungen kommen bei verschiedenen Augenerkrankungen vor. Beispielsweise bei Sarkoidose, eine entzündliche Erkrankung der Lymphdrüsen. Oder bei Leukämie, bei Mumps oder bei einer Bindehautentzündung. Ist die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit gestört, bildet dieser Film keine Einheit mehr sondern reißt. Oft geht dies mit einer verminderten Schleimschicht einher, was auch durch einen Vitamin A-Mangel, durch Verätzungen oder beim Steven-Johnson-Symdrom entstehen, bzw. vorkommen kann. Auch kann sich nach den Wechseljahren, bedingt durch Östrogenmangel, ein trockenes Auge bilden. Andere ursächliche Möglichkeiten können überhitzte Räume, Klimaanlagen, Raumdüfte, Zigarettenrauch, Ozon, Arbeit am Bildschirm und falsche Beleuchtung sein. Die Betroffenen klagen dann über ein Fremdkörpergefühl im Auge. Die Bindehaut wird in Folge mangelnder Tränenflüssigkeit gereizt und die Augen brennen und jucken. Wichtig ist bei derartigen Symptomen eine Abklärung durch den Augenarzt. Augensalbe aus der Apotheke kann bei trockenen Augen Linderung bringen.