Die Schilddrüse: ein häufig unterschätztes, kleines Organ

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Schilddrüsenstörungen sind weiter verbreitet als allgemein angenommen. Dabei handelt es sich meist um eine Unterfunktion oder Überfunktion, wenn die Hormonproduktion der Schilddrüse aus dem Lot gekommen ist. Die Symptome können sind nicht immer so auffällig, dass die Blutwerte überprüft werden, anhand derer die Diagnose gestellt werden kann.
Die Schilddrüse: ein häufig unterschätztes, kleines Organ

Wenn Knoten oder ein Kropf vorhanden sind, kann dies auf gutartige Veränderungen hindeuten - jedoch auch völlig harmlos sein. Da Jod als sehr wichtig für die Schilddrüse gilt, sollte es ausreichend mit der Nahrung zu sich genommen werden.

Die Schilddrüse ist ein kleines, aber vielfältig arbeitendes Organ, das im Normalfall kaum jemandem auffällt. Bei einer Störung der Hormonproduktion kann es jedoch zu Beschwerden kommen, die einer ärztlichen Abklärung bedürfen. Am häufigsten ist eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse, die auf Jodmangel zurückzuführen sein kann. Möglich sind aber auch harmlose bis gutartige Veränderungen, die mit einem sogenannten Kropf oder Knotenbildung einhergehen.

Was und wo ist die Schilddrüse?

Die Schilddrüse ist etwa so groß wie eine Walnuss und befindet sich im Vorderbereich des Halses unterhalb des Kehlkopfes. Sie weist die Form eines Schmetterlings aus. An zahlreichen Aufgaben des Körpers ist sie in vielerlei Hinsicht beteiligt, insbesondere an der Hormonproduktion. Die Schilddrüse ist an der Funktion des Stoffwechsels beteiligt und beeinflusst auch den Kreislauf. Sogar auf die seelische Befindlichkeit hat sie einen Einfluss. Das Blut des Menschen fließt regelmäßig durch die Schilddrüse, was dem medizinischen Laien meist nicht bewusst ist. Um wichtige Hormone herstellen zu können, benötigt die Schilddrüse ausreichend Jod, Eisen und Eiweiß, das am besten mit der täglichen Nahrung aufgenommen werden sollte. Sichtbare und unsichtbare Erkrankungen

Schilddrüsenerkrankungen bzw. -Störungen können sichtbar und unsichtbar verlaufen. Manchmal werden sie spät entdeckt, weil die Symptome nicht auffällig genug waren. Am eindeutigsten ist die Bildung eines sogenannten Kropfes (auch Struma genannt). Dabei ist die Schilddrüse angeschwollen und es können sich Knötchen bilden. Ein Kropf kann ein Anzeichen für eine Schilddrüsenüber- oder auch Unterfunktion sein. Lästig wird er meist erst dann, wenn damit Schluckprobleme verbunden sind. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen sicht- bzw. fühlbare Veränderungen keine gesundheitlichen Auswirkungen haben. Eine kleinere Vergrößerung der Schilddrüse lässt sich häufig vom Arzt ertasten und sollte abgeklärt werden.

Die Diagnose erfordert Detektivarbeit
Die Diagnose erfordert Detektivarbeit

Wer genetisch vorbelastet ist, was Schilddrüsenerkrankungen in der Familie betrifft, sollte sich regelmäßig einer Vorsorgeuntersuchung unterziehen, die ab dem 40. Lebensjahr alle zwei Jahre stattfinden kann. Neben den hormonellen Störungen gibt es aber auch Autoimmunkrankheiten, z. B. die chronische Entzündung Hashimoto-Thyreoiditis und die Basedowsche Krankheit, welche zu einer vermehrten Hormonausschüttung und damit einhergehenden Beschwerden führen. Hier kann zu viel Jod eher ungünstig sein und die Krankheit verstärken. Eher selten kommt der Schilddrüsenkrebs vor, der bei einem Knoten am Hals häufig vermutet wird. Ob die Veränderungen gutartig sind, kann nur ein Arzt feststellen.

Bei der Unterfunktion der Schilddrüse produziert das Organ nicht mehr ausreichend Hormone. Dabei können Symptome wie Abgeschlagenheit, depressive Verstimmungen, Gewichtszunahme und übermäßiges Frieren auftreten. Bei einer Überfunktion wiederum ist es genau umgekehrt – die Schilddrüse produziert zu viele Hormone. Es kann zu übermäßigem Schwitzen, Gewichtsverlust, Unruhegefühlen oder Schlafstörungen kommen.

Bestimmung des TSH-Wertes ist unumgänglich

Ob eine Schilddrüsenstörung vorliegt, kann der Arzt anhand des Blutbildes bzw. des Abtastens und einer Ultraschalluntersuchung erkennen. Bei einer Hormonstörung kommt es auf den festgestellten TSH-Wert an. Als normal wird ein Wert zwischen 0,4 und 4 angesehen. Im Allgemeinen neigen jüngere Frauen zu höheren Werten und ältere Menschen zu niedrigeren, was nicht immer etwas über die Behandlungsbedürftigkeit aussagt. Insbesondere in der Schwangerschaft sollte auf ausreichend Jod geachtet werden. Übrigens können auch Fehlgeburten oder ein unerfüllter Kinderwunsch mit der Schilddrüse zu tun haben.

Medikamente zur Hormonregulierung der Schilddrüse

Tabletten zur Hormonregulierung, entweder mit Thyroxin bei einer Unterfunktion oder Thyreostatika bei einer Überfunktion der Schilddrüse, werden heute relativ schnell verschrieben. Da in Deutschland viele Millionen Menschen an einer Schilddrüsenstörung leiden sollen, wird hier allmählich eine kritische Betrachtung empfohlen. Denn die TSH-Werte können durchaus schwanken, insbesondere aufgrund der individuellen Lebensumstände, z. B. Schichtdienste oder der Einnahme von anderen Medikamenten, die sich auf die Schilddrüse auswirken können. Wer nicht vorschnell zu Hormonpräparaten greifen möchte, sollte also seinen Blutwert nach ein paar Wochen noch einmal kontrollieren lassen, um ein sicheres Ergebnis zu bekommen. Darüber hinaus gilt die Jodaufnahme als wichtigste Bedingung für die reibungslose Funktion der Schilddrüse. Häufig kann durch jodhaltige Lebensmittel die Hormonproduktion wieder ins Lot gebracht werden, bevor zu anderen Mitteln gegriffen werden muss. Insbesondere Meeresfisch und Jodsalz sollten auch zur Vorbeugung von Schilddrüsenstörungen häufig auf dem Speiseplan stehen bzw. der Nahrung zugesetzt werden. Da heute jedoch vielen Lebensmitteln in der Produktion bewusst Jod hinzugefügt wird, ist ein Mangel daran nicht mehr so weit verbreitet wie noch vor einigen Jahrzehnten.

Bei festgestellten gutartigen Schilddrüsenerkrankungen wird häufig eine stationäre Radiojodtherapie mit radioaktivem Jod eingesetzt. Im Falle von Knotenbildungen, die auf eine Jodtherapie nicht ansprechen, kann auch eine Operation nötig werden, was immer vom Einzelfall abhängt.

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