Die schwierige Lebensmitte

von Viola Malachowski
Viele Menschen fühlen sich zwischen all den alltäglichen Anforderungen gestresst, was sich negativ auf ihre Gesundheit auswirkt. Besonders betroffen sind Menschen in der Lebensmitte, die sich eingeengt fühlen zwischen zu vielen Verpflichtungen, denen sie scheinbar nicht entkommen können.
Die schwierige Lebensmitte

Neben beruflichen Unsicherheiten, die zu noch mehr Überstunden führen, soll auch die Freizeit gut genutzt werden. Wenn Kinder dazukommen und die Eltern Hilfe brauchen, bleibt wenig Zeit für nötige Auszeiten. Nur durch Entschleunigung und ein Gefühl für das wirklich Wichtige im Leben können die mittleren Jahre zu einer Phase der Zufriedenheit und Ausgeglichenheit werden.

Was ist eigentlich die viel zitierte 'Lebensmitte'?

Zwischen Jugend und Rentenalter steht die berühmte Lebensmitte, die immer mehr Menschen in Überforderung geraten lässt. Zwischen 35 und 45 Jahren sollte eigentlich zufrieden auf die Dinge geblickt werden, die bisher erreicht worden sind. Entspannung steht bei den allermeisten jetzt aber gerade nicht auf der Tagesordnung. Ständig wird durch den Tag gehetzt, um alle Anforderungen zu meistern, die Beruf, Haushalt, Kinder, Eltern - und manchmal sogar Hobbys - mit sich bringen. Zwischendurch kann schon Ratlosigkeit aufkommen, wenn nicht bereits ein Burnout ansteht. Die Ansprüche in den mittleren Lebensjahren – ob von außen oder im eigenen Kopf – waren noch nie so hoch wie heute. Dazu kommt, dass sich die wichtigen Etappen im Leben immer mehr nach hinten verschoben haben, weshalb die Zeit um die 40 herum nie ausreichend zu sein scheint.

Moderne Ängste und Sorgen

Vergangene Generationen waren mit deutlich weniger Fragen konfrontiert als Erwachsene heute. Das Leben war in traditionellen Bahnen vorgegeben, endlose Wahlmöglichkeiten gab es nicht. Möglicherweise lag das „kleine Glück“ dadurch näher, da man einfach das nahm, was sich einem bot. Wer mit 30 noch keine gute Partie gemacht und damit ganz automatisch Kinder hatte, wurde kritisch beäugt. Heute haben die meisten Menschen mit 35 schon so einige Beziehungen hinter sich. Wer es ganz vernünftig angeht, wälzt jetzt langsam die Vor- und Nachteile von eigenem Nachwuchs. Geldsorgen, die Betreuungsproblematik und Ängste, das Kind könnte irgendwann in einen Scheidungskrieg geraten, lassen die Familienplanung immer weiter nach hinten rutschen.

Obwohl ein uneheliches Kind längst eine Normalität ist, werden noch immer entscheidungsfreudig Ehen geschlossen - aber die Scheidungsrate liegt bei rund 50 Prozent. Nichts scheint mehr wirklich sicher zu sein, sogar die Rente nicht. Arbeitnehmer zahlen zwar gezwungenermaßen ihren monatlichen Anteil, aber viel können sie im Alter nicht erwarten. Wer es sich finanziell erlauben kann, sorgt daher privat vor, während sich die anderen bereits der Resignation hingegeben haben.

Keine Sicherheit, aber viele Möglichkeiten

Auch bezüglich beruflicher Möglichkeiten gab es früher bedeutend weniger Überlegungen. Der einmal eingeschlagene Weg, ob durch Zufall oder Überzeugung, sorgte meist auf Dauer für das nötige Auskommen. Falls nicht, wurde sich eben mit dem Schicksal abgefunden und das Beste daraus gemacht.

Überforderung im Alltag ist ein häufiges Problem
Überforderung im Alltag ist ein häufiges Problem

Heute ist die Frage, was jemand aus seinem Leben machen will, ein ständiger Begleiter. Alles ist möglich und steht jedem offen – so heißt es rein theoretisch. Das Abitur wird immer häufiger angestrebt, so dass sich an den Universitäten immer mehr Studenten tummeln.

Ein Studium ist jedoch keineswegs mehr ein Garant für eine gute Stellung. Der Einstieg in die gut bezahlte Arbeitswelt wird immer schwieriger. Dafür locken unbezahlte Praktika oder noch mehr Theorie. Immer neue Qualifikationen sollen dafür sorgen, sich von der Konkurrenz abzuheben. Für Weiterbildungen ist es nie zu spät - egal in welchem Alter. Wer mit 40 noch einmal beruflich umschwenkt oder plötzlich sein Abitur nachholt, wird für diese Entscheidung nicht allzu sehr belächelt, sondern als mutig bestaunt.

Moderne Elternsorgen

Durch vermehrte berufliche Anforderungen ist der Spagat für Eltern heute sehr groß. Dabei trifft es Mütter doppelt, die trotz aller Emanzipation nur selten Führungsetagen erklimmen. Neben dem Berufsleben, das möglichst Selbstverwirklichung anstatt nur ein paar Euro mehr in die Haushaltskasse bringen soll, wollen sie eine gute Mutter, Hausfrau und Partnerin sein. Studien zufolge fühlen sich Mütter, die Nur-Hausfrau sind, jedoch nicht weniger gestresst. In den meisten Familien wird durch einen täglichen Terminplan gehastet und am Abend müde ins Bett gefallen.

Väter haben heute ihre ganz eigenen Sorgen. Mehr Zeit für die Kinder als ihre eigenen Väter wollen sie sich schon nehmen, aber da wäre z. B. noch der Chef, der die genommene Elternzeit zwar akzeptieren muss, sich aber sicher heimlich ins Fäustchen lacht. Wer seine Karriere nicht aufs Spiel setzen möchte, bleibt mehr oder weniger Wochenend-Vater – sofern dann das Handy, Smartphone oder sonstige Technik nicht die Pläne zerstört. Denn der Beruf greift immer mehr in die Freizeit hinein, und geregelte Arbeitszeiten sind ohnehin selten geworden.

In der Zeit, die bleibt, müssen die Kinder so gut wie möglich gefördert oder wenigstens unterhalten werden. Ob Ferien oder Kindergeburtstag, man versucht sich gegenseitig zu übertrumpfen. Etwa 65 Prozent der Eltern in Deutschland haben sehr hohe Ansprüche an sich selbst, worunter ihre Gesundheit leiden kann. Ein Wochenende, an dem nichts weiter auf dem Programm steht als sich auf dem Sofa von der stressigen Woche zu erholen, ist selten geworden. Wer doch einmal ohne Plan dasteht, bekommt schnell ein schlechtes Gewissen. Dabei kann etwas planlose Freizeit von Kindern durchaus positiv genutzt werden, um auf kreative Ideen zu kommen.

Die goldene Mitte genießen lernen

Um Hektik oder Depressionen in der Lebensmitte zu entkommen, sollte erst einmal einen Gang heruntergeschaltet werden. Scheinbar wichtige Termine und Aktivitäten sollten auf ihre Notwendigkeit überprüft, denn manchmal ist weniger mehr. Einmal innezuhalten und den persönlichen Lebensweg positiv zu betrachten zu versuchen kann nicht schaden. Auch wenn einige Gleichaltrige viel mehr erreicht haben, stellt sich die Frage, wo für wen das Glück liegt. Ein bereits abbezahltes Häuschen, ein angesehener Beruf, pflegeleichtere Kinder und keine Angst vor dem Rentenalter – Vergleiche lohnen hier nicht. Schließlich ist nichts wirklich sicher und kann ganz schnell zusammenfallen. Zwischen 35 und 45 ist immer noch Zeit, sich auf die Suche nach dem wirklich Wichtigen zu machen. Vielleicht gibt es Dinge, die genau jetzt realisiert werden sollten, die immer auf der Strecke geblieben sind?

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