Lärm - Gefahr für unsere Gesundheit

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Der Verkehrslärm in Großstädten nimmt immer mehr zu, was für viele Menschen ein Grund zur Besorgnis ist. Aber auch eine ständige Beschallung durch TV, Radio oder lautes Spielzeug kann die Nerven und Ohren belasten. Die menschlichen Ohren leisten als wichtiges Sinnesorgan gute Dienste.
Lärm - Gefahr für unsere Gesundheit

Werden hohe Dezibelhöhen erreicht, ist jedoch das Gehör in Gefahr - nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch in der Freizeit. Immer mehr Menschen leiden an Schwerhörigkeit und Tinnitus. Dazu kommen Schlafstörungen aufgrund von Lärmbeeinträchtigung, die tückische Folgen für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit haben können.

Geräusche sind im Alltag nahezu überall vorhanden, so dass sich der Mensch mehr oder weniger daran gewöhnt hat. Wann eine Geräuschkulisse als Lärmbelästigung bezeichnet wird, darüber entscheiden nicht nur die gemessenen Dezibel, sondern auch immer die persönliche Wahrnehmung. Was dem einen kaum auffällt, kann für einen anderen bereits nervtötend sein. Davon unabhängig steht fest, dass zu viel Lärm auf verschiedene Weise krank machen kann - nicht nur psychisch, sondern auch körperlich.

Wann beginnt Lärm?

Jedes Geräusch, das wir hören, wird durch Schwingungen produziert, die in Schallwellen übergehen. Unsere Ohren nehmen bereits kleinste Schwingungen wahr, sofern sie noch gut funktionieren. Neben dem Schalldruck ist auch die jeweilige Frequenz von Bedeutung, denn diese bestimmt die Höhe des Tons. Eine Frequenz sagt etwas aus über die Zahl der Schwingungen innerhalb einer Sekunde. Lautstärken werden anhand des Schalldrucks in Dezibel gemessen. Ein Flüstern oder Uhrenticken liegt beispielsweise bei rund 30 bis 40 Dezibel, während Verkehrslärm das Doppelte ausmachen kann. Bei über 100 Dezibel (z. B. Flugzeugtriebwerke oder Autohupen) wird eine Stärke erreicht, die über das Erträgliche hinaus geht. Hier gibt es niemanden mehr, der nicht von Lärm sprechen würde. Aus diesem Grund ist an bestimmten Arbeitsplätzen ein Ohrenschutz gesetzlich vorgeschrieben. Bei allem anderen ist das Geräuschempfinden von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausgeprägt. Dazu kommt die Gewöhnung an Alltagsgeräusche, die mit der Zeit gar nicht mehr richtig wahrgenommen werden.

Starker oder dauerhafter Lärm macht krank
Starker oder dauerhafter Lärm macht krank

Starker oder dauerhafter Lärm macht krank

Ob Lärm krank macht, hängt generell davon ab, wie laut und wie dauerhaft er ist. Laute Geräusche, die jedoch schnell wieder verebben, hinterlassen normalerweise keine Spuren. Bei empfindlichen Menschen können zwar die Nerven leiden, jedoch kommt es noch nicht zu Ohrenschäden. Anders sieht es aus bei relativ starker, länger dauernder Lärmeinwirkung oder anhaltendem Lärm mittlerer Lautstärke. Er kann nicht nur körperlich krank machen, sondern auch die Konzentration und Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Es ist zum Beispiel durch Studien bewiesen, dass Personen, die durch Lärmbelästigung dauerhaft an Schlafstörungen leiden, häufiger zu hohen Blutdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Migräne bekommen. Forscher gehen mittlerweile davon aus, dass bereits 70 Dezibel, die ständig zu hören sind, der Gesundheit schaden, nämlich in Form von negativen Auswirkungen auf den Stoffwechsel, die Gehirnaktivität und sogar hormonellen Veränderungen. Nervlich belastend sind Geräusche immer dann, wenn sie als störend empfunden werden. Aber auch unbewusst wahrgenommener Lärm hat negative Folgen. Wer sich gerade konzentrieren möchte und dabei ein laufendes Motorengeräusch hört, auch wenn dabei nur eine niedrige Dezibelzahl erreicht wird, kann ein Lied davon singen.

Wunderwerk Ohr in Gefahr

Die Ohren sind neben den Augen die wichtigsten Sinnesorgane des Menschen. Oft werden ihre Leistungen erst so richtig geschätzt, wenn es zu spät ist – nämlich wenn das Hörvermögen allmählich sinkt. Gutes Hören ist nicht nur Voraussetzung für ein gelingendes soziales Miteinander. Vom Ohr wahrgenommene Geräusche können nebenbei auf Gefahren hindeuten und uns warnen, auch wenn wir nicht mehr in der Steinzeit leben. Die heutige Welt mit ihrem hohen und immer hoher werdenden Lärmpegel ist eine Bedrohung für die Ohren. Egal ob auf der Straße, in der Nähe von Flughafen, in der Fabrik oder am Arbeitsplatz im Büro – Stille ist nirgends zu finden. Der Verkehrslärm stellt Umfragen zufolge in Großstädten die größte Beeinträchtigung dar. Bereits ab 85 Dezibel kann das Gehör bewiesenermaßen geschädigt werden. Zu Schwerhörigkeit aufgrund von Innenohrschäden kann es bei einer Lärmbelastung von mehr als 120 Dezibel (z. B. bei Maschinenlärm oder auf Konzerten) kommen. Lange Zeit war Schwerhörigkeit eine unangenehme Folge des Älterwerdens. Das ändert sich beständig, was alarmierend sein sollte - immer mehr junge Menschen hören bereits schlecht. Neben zu viel Lärm in der Freizeit ist berufsbedingter Lärm dafür verantwortlich. Immerhin wird Schwerhörigkeit, die lärmbedingt entstanden ist, als Berufskrankheit anerkannt. Eine weitere Bedrohung, die immer mehr Fälle verzeichnet, ist der Tinnitus, bei dem Ohrengeräusche wahrgenommen werden, für die es keine äußere Ursache gibt. Häufig ist die Erkrankung stressbedingt oder durch Lärmbeeinträchtigungen verursacht.

Lärm - Gefahr für unsere Gesundheit
Lärm - Gefahr für unsere Gesundheit

Ruhe tut nicht nur den Ohren gut

Um den Ohren, den Nerven und allgemein der Gesundheit etwas Gutes zu tun, kann auch in der heutigen, oft lärmenden Umwelt hin und wieder dagegengesteuert werden. Dazu gehört nicht nur, bei deutlich lauten Arbeiten einen geeigneten Hörschutz zu tragen. Wann immer es möglich ist, sollten Orte der Ruhe und Stille aufgesucht werden. Gerade im Wald, Park oder in den Bergen fällt die plötzliche Stille besonders auf, die zunächst irritierend sein kann. Aber auch zu Hause können Lärmquellen mit etwas Überlegung ausgeschaltet oder zumindest reduziert werden. Beim Kauf von Haushaltsgeräten kann z. B. auf eine geringe Lautstärke beim Gebrauch geachtet werden. Telefone, Klingel, Fernseher und Musikquellen können leiser als gewöhnlich gestellt werden. Die normalen Geräuschsquellen einmal für gewisse Zeiträume bewusst auszuschalten und die Stille auf sich wirken zu lassen kann überraschende Auswirkungen haben. Haben sich die Ohren erst einmal daran Ton gewöhnt, tut es ihnen deutlich gut.

Auch im Kinderzimmer ist es heute deutlich lauter als in vergangenen Zeiten, wofür nicht immer die Kinder selbst sorgen, sondern diverse batteriebetriebene Spielzeuge. Diese können nicht nur den Eltern den letzten Nerv rauben, sondern auch bereits im jungen Alter die kleinen Ohren schädigen. Hin und wieder ruhige Freizeitaktivitäten einzuplanen ist für alle Altersstufen sinnvoll, denn nur so kann dem Alltagslärm entkommen und eine Balance geschaffen werden. Trotz alledem sollten angebotene Kontrolluntersuchungen der Ohren regelmäßig wahrgenommen werden.

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