Steigende Laktoseunverträglichkeit in der Bevölkerung - eine Zivilisationskrankheit?

von Viola Malachowski
Milchzucker kann nicht von jedem Körper bzw. Darm gleich gut verarbeitet werden. Bei einigen Menschen in Deutschland und besonders vielen in anderen Teilen der Welt ist ein Enzymmangel dafür verantwortlich, dass nach dem Genuss von Milch unangenehme Beschwerden auftreten.
Steigende Laktoseunverträglichkeit in der Bevölkerung - eine Zivilisationskrankheit?

Wer glaubt, an einer Laktoseintoleranz zu leiden, sollte sich zwecks gesicherter Diagnose an einen Arzt wenden. Nur auf diese Weise ist es möglich, bestimmte Lebensmittel aus gutem Grund zu meiden. Besonders in Kuhmilch ist viel Laktose enthalten, allerdings gibt es bereits etliche Alternativen.

Der Begriff „Laktoseunverträglichkeit“ ist heute in aller Munde. Denn immer mehr Menschen scheinen davon betroffen zu sein. Hin und wieder stellt sich die Frage: Handelt es sich dabei tatsächlich bereits um eine Zivilisationskrankheit - ähnlich wie Diabetes? Oder ist es lediglich eine Art Modeerscheinung, obwohl Verzicht damit einhergeht? Um zu einer Antwort zu gelangen, ist es wichtig, sich die Bezeichnung „Laktoseintoleranz“ einmal genauer anzusehen.

„Laktose“ steht für Milchzucker

Nahrungsmittelunverträglichkeiten florieren in Deutschland in den letzten Jahren und wer jedes Lebensmittel uneingeschränkt verträgt, fühlt sich fast schon wie ein Exot. Fast jeder kennt irgendjemanden, der bestimmte Lebensmittel nicht verträgt – und bereits jeder Dritte hierzulande glaubt an einer Laktoseunverträglichkeit zu leiden. Einladungen zum Essen sind nicht mehr so einfach wie sie früher einmal waren. Denn die kleinste Menge des unverträglichen Nahrungsmittels kann bereits unangenehme Beschwerden auslösen. Die Laktoseunverträglichkeit gehört heute zu den bekanntesten Plagen, wenn es um Gesundheitsprobleme nach dem Verzehr von Lebensmitteln geht. Mittlerweile ist die Aufschrift „laktosefrei“ auch häufig im Supermarkt zu sehen, obwohl längst nicht allen Käufern klar ist, worum es dabei eigentlich geht und ob dies für sie nun gut oder schlecht ist. Laktose bedeutet ganz einfach „Milchzucker“ und muss nicht für jeden Menschen ein Problem darstellen. In Kuhmilch ist am meisten Laktose enthalten, es steckt aber auch in Milcherzeugnissen wie Käse, Joghurt, Speiseeis oder Pudding und in geringer Menge sogar beispielsweise in Konservendosen, Zahnpasta oder Arzneimitteln.

Unterschiedliche Reaktionen auf Laktose
Unterschiedliche Reaktionen auf Laktose

Unterschiedliche Reaktionen auf Laktose

Dass Laktose nicht immer verträglich ist, ist an sich keine Neuigkeit. Bereits vor mehr als 200 Jahren haben Mediziner herausgefunden, dass Milchzucker bei einigen Menschen Beschwerden im Darmbereich hervorruft. Heute weiß die Wissenschaft, dass dafür ein fehlendes Enzym verantwortlich ist, das vom Körper im Falle einer Laktoseintoleranz entweder gar nicht oder nicht ausreichend hergestellt wird. Hier kann der aufgenommene Milchzucker im Darm nicht verarbeitet werden und die typischen Beschwerden von Kopfschmerzen, Unwohlsein und Blähungen bis hin zu Übelkeit und Erbrechen tauchen automatisch auf. Übrigens verträgt die überwiegende Mehrheit der Afrikaner und Asiaten von Natur aus keine Laktose, und somit finden es ganze Teile der Weltbevölkerung ganz normal, keine Kuhmilch zu trinken. Wahrscheinlich ist der Grund dafür der, dass die Viehzucht im Norden ausgeprägter war und woanders überwiegend Pflanzen als Nahrung dienten. Immerhin weisen in Schweden nur 2 % der Bevölkerung eine Laktoseunverträglichkeit auf.

Nur 15 % haben die eindeutige Diagnose „Laktoseunverträglichkeit“

Die vom Arzt eindeutig gestellte Diagnose „Laktoseunverträglichkeit“ haben in Deutschland nur etwa 15 % der Menschen. Für sie endet damit meist eine lange Zeit der Ratlosigkeit, Beschwerden und ergebnislosen Untersuchungen. Noch seltener als eine Laktoseintoleranz ist übrigens die Milcheiweißallergie, die sehr ähnliche Symptome hervorrufen kann, aber auch allergischen Schnupfen, Hautprobleme oder im schlimmsten Fall lebensbedrohliches Asthma. Eine Laktoseunverträglichkeit kann am einfachsten entweder durch einen Bluttest oder einen Atemtest nach der gezielten Milchzuckereinnahme gestellt werden. Beide Tests werden problemlos von den Krankenkassen übernommen.

Ohne Facharztbesuch einfach nur zu vermuten, an einer Milchzuckerunverträglichkeit zu leiden und fortan auf viele Nahrungsmittel zu verzichten, kann keine Lösung chronischer Gesundheitsprobleme sein. Insbesondere bei Kindern sollte Beschwerden immer genau auf den Grund gegangen werden, bevor am Speiseplan herumgedoktert wird. Dazu kommt, dass Bauchschmerzen, Verdauungsprobleme und Unwohlsein ein breites Feld darstellen und die Ursachen sehr vielfältig sein können. Wenn sogar Magen- und Darmspiegelungen nichts gebracht haben, kann immer noch zu viel Stress hinter den Beschwerden stecken. Das subjektive Empfinden von Lebensmitteln ist außerdem nicht zu unterschätzen. Wer sich ohne Milchprodukte einfach besser fühlt, darf sie selbstverständlich unangetastet lassen. Die Meinung, dass Kuhmilch für Erwachsene ein lebenswichtiges Lebensmittel ist, ist heute teilweise überholt, zumal Kalzium auch z. B. über Nüsse, Hülsenfrüchte oder kalziumhaltiges Mineralwasser aufgenommen werden kann.

Wer keine Laktose verträgt, muss übrigens noch lange nicht auf alle Milchprodukte verzichten. Lange gereifter Käse, Butter und Sauermilcherzeugnisse (z. B. Joghurt und Dickmilch) werden im Allgemeinen besser vertragen als normale Kuhmilch. Auch kommt es immer auf die Ausprägung der vorhandenen Intoleranz an. Bei einer leichten Laktoseintoleranz muss auf etwas Milch im Kaffee beispielsweise nicht unbedingt verzichtet werden. Hier gilt es auszuprobieren, was in welchen Mengen möglich ist und was nicht. Als laktosefrei deklarierte Milch kann bedenkenlos in den Kühlschrank kommen und nach dem Genuss vom Darm problemlos verarbeitet werden. Letztendlich ist immer noch zu bedenken, dass eine Unverträglichkeit keine Allergie ist, die für die Betroffenen weitaus gefährlicher sein kann.

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