Fit werden im Alltag - ganz nebenbei

von Viola Malachowski
Regelmäßiger Sport bedarf einer guten Planung, außerdem ist ausreichend Zeit und eine passende Ausrüstung vonnöten. Es muss jedoch nicht immer zwangsläufig das Fitnessstudio, die Joggingstrecke, das Schwimmbad oder eine Sporthalle sein. Auch der normale Alltag kann optimal für die tägliche Fitness genutzt werden.
Fit werden im Alltag - ganz nebenbei

Auf diese Weise findet die körperliche Aktivität sogar ganz ohne Druck und die Überwindung des inneres Schweinehundes statt, denn sie geschieht ­einmal in Fleisch und Blut übergegangen ­ fast wie von selbst und irgendwann ganz automatisch.

Körperliche Fitness wird normalerweise mit aufwendigem, regelmäßigen Training abseits der alltäglichen Verrichtungen in Verbindung gebracht. Dafür wird sich im Fitnessstudio angemeldet, die ideale Joggingstrecke, ein optimales Schwimmbad, Tennishalle o. ä. gesucht. Die Planung der sportlichen Aktivitäten kostet nicht nur Zeit, sondern auch Wege und Umstände. Häufig muss auch noch die passende Ausrüstung dafür her. Wer über zu wenig Zeit oder Finanzen verfügt, meint daher meist, erst gar nicht mit der Fitness anfangen zu können. Und wer gut geplant und investiert hat, überwindet danach nicht immer seinen inneren Schweinehund, um auch tatsächlich mit dem Sport aktiv anzufangen. Dabei kann Fitness eigentlich ganz einfach sein - wenn sie wo immer möglich in den normalen Alltag integriert wird. Ob das Fahrzeug öfter um die Ecke geparkt wird, die Schuhe einmal nicht im Sitzen angezogen werden oder das alltägliche Beugen und Heben besonders bewusst geschieht, ist dabei ganz egal.

Nicht immer das Auto, den Bus oder den Aufzug nehmen

Die meisten Menschen setzen heute im Alltag auf Bequemlichkeit. Selbst für kurze Strecken wird aus reiner Gewohnheit das Auto, der Bus oder ein ähnliches Verkehrsmittel genommen. Wer noch irgendwo ein altes Fahrrad zu stehen hat, sollte es ruhig wieder einmal auf Vordermann bringen und auf den Geschmack kommen. Aber auch öfter einmal kürzere Wege zu Fuß zu gehen, wirkt sich hervorragend auf die Fitness aus. Nebenbei verändert sich der Blickwinkel, wenn durch die Straßen gelaufen wird. Vielleicht ist es ja sogar möglich, hin und wieder einen Umweg durch den Park zu nehmen, um vor oder nach der Arbeit die Natur zu genießen. Stress mit der Parkplatzsuche und das Ärgern über das Warten auf den verspäteten Bus entfallen so zum Glück außerdem.

Wer auf die eigenen Füße vertraut, ist flexibler und manchmal sogar schneller. Wie wäre es zum Beispiel, Teilstrecken bewusst zügig laufend zurückzulegen? Auch der Aufzug wird häufig ohne guten Grund genommen, was jedoch schnell geändert werden kann. Das Treppensteigen kurbelt den Kreislauf an und ist genauso gut für die Fitness wie der hochfunktionale Stepper im Sportstudio. Wer den Aufzug für einige Zeit unbeachtet lässt, verbessert deutlich seine Kondition und stärkt die Beinmuskulatur.

Lästige Hausarbeit mit neuem Schwung verrichten

Hausarbeit wird häufig unterschätzt - auch was die damit verbundene körperliche Ertüchtigung anbelangt. Eifriges Bügeln oder Fensterputzen können genauso viele Kalorien verbrauchen wie eine Joggingrunde. Auch beim Staubsaugen oder dem Kochen eines aufwendigen Gerichts ist es möglich, ins Schwitzen zu kommen. Wer zügig und schwungvoll arbeitet, bleibt damit also konditionell in Bestform. Besonders effizient ist es, in die lästige Hausarbeit kleine Übungen einzubauen. Wer sich zwischendurch auf die Zehen stellt, in den Knien federt oder im Ausfallschritt das Lästige mit dem Nützlichen verbindet, spart sich den Gymnastikkurs. Auch das reine Anspannen verschiedener Muskelpartien kann sich lohnen. Motiviert und mit neuem Schwung ist die Hausarbeit auch viel schneller erledigt als normalerweise. Die passende Musik kann zusätzlich für gute Laune sorgen.

Etwas Fitness am Arbeitsplatz
Etwas Fitness am Arbeitsplatz

Etwas Fitness am Arbeitsplatz

Besonders Menschen, die beruflich viel am PC sitzen, klagen häufig über Rückenschmerzen und Verspannungen. Mit ein paar kleinen Übungen am Arbeitsplatz ist diesen Beschwerden schnell beizukommen. Das Kreisen der Schultern und allgemeine Streckübungen können dabei helfen, wieder ins Lot zu kommen. Sogar speziell für die körperliche Fitness kann im Büro etwas getan werden, wenn nur die Chancen dafür ergriffen werden. Ein kleines Workout, das nur wenige Minuten dauert. lässt sich hervorragend vom Stuhl aus oder stehend beim Telefonieren absolvieren. Das regelmäßige Zusammenpressen der Handflächen vor der Brust, Kniebeugen oder Fußkreisen kann selbst im stressigsten Arbeitsalltag immer irgendwo eingebaut werden. Wer die Mittagspause sportlich nutzt und z. B. minutenlang auf der Stelle marschiert, muss sich noch nicht einmal auf den staubigen Büroboden legen, fühlt sich danach jedoch deutlich weniger eingerostet. Bei Gelegenheit können schwere Ordner einmal mit einer Hand balanciert oder ganz neue Fitnessübungen kreiert werden.

Auch mit der Familie macht Bewegung Spaß

Wer rastet, der rostet – dieses Sprichwort gilt nicht nur für den Alltag, sondern auch für die Freizeit. Möglichkeiten, das Wochenende mit der Familie zusammen aktiv in Bewegung zu bringen, gibt es genügend. Und das Erfreuliche daran ist: Wenn der Spaß im Vordergrund steht, kommt die Fitness ganz von alleine. Wer seine Zeit mit Kindern verbringt, hat wenig Chancen, nutzlos auf dem Sofa zu sitzen. Ob Ball- oder Fangenspielen, Verstecken, Toben oder vielfältige Spaziergänge – die Bewegung tut Alt und Jung gut. Die Zeit vergeht dabei wie im Flug, und hinterher ist häufig ein ungewohnter Muskelkater zu spüren. Wer selbst keine Kinder, Enkel, Nichten, Neffen usw. hat, findet sicher welche im Freundeskreis, die sich „ausgeliehen“ werden können. Das Gleiche gilt übrigens auch für Hunde, die ihre Begleiter ganz schön auf Trab halten und für Spaziergänge und Bewegungsspiele jeder Art stets dankbar sind.

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Über den Autor

Ich bin Viola und verfasse aktuelle News zum Thema Gesundheit.
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