Blasenentzündung - so beugen Sie vor

von Viola Malachowski
Eine lästige Blasenentzündung kann schnell die Folge sein, wenn sich aufgrund von Kälte, verbunden mit mangelnder Flüssigkeitszufuhr, Bakterien ansiedeln können. Im Winter kommt die Erkrankung genauso häufig vor wie im Sommer.
Blasenentzündung - so beugen Sie vor

Da Frauen von Natur aus eine kürzere Harnrohre haben als Männer, kommt bei ihnen eine Blasenentzündung besonders häufig vor. Lesen Sie bei MediPreis, wie Sie vorbeugen können und was man im Akutfall machen sollte.

Die Gefahren einer Blasenentzündung lauern das ganze Jahr über. Zu dünne oder nasse Kleidung, Kälte im Allgemeinen oder unzureichende Flüssigkeitszufuhr können schnell zu den unangenehmen Beschwerden führen, von denen Frauen im Allgemeinen öfter betroffen sind als Männer. In den meisten Fällen sind es Bakterien, die zu einer Blasenentzündung führen. Über die Harnröhre können Keime in die Blase gelangen, die dort die Entzündung auslösen. Liegt eine Verkühlung vor oder ist das körpereigene Abwehrsystem bereits geschwächt, hat eine Blasenentzündung leichtes Spiel. Es gibt jedoch Wege, mit denen der lästigen Erkrankung vorgebeugt werden kann.

Die Entzündung ist im Winter genauso typisch wie im Sommer

Im Sommer wie im Winter ist es häufig Unachtsamkeit, die zu einer Blasenentzündung führt. Wird die nasse Badekleidung nach dem Baden anbehalten, so können Keime in die Harnröhre aufsteigen. Im Winter ist eine warme Bekleidung genauso wichtig. Auch wenn bei Kälte nicht im Sommerkleid herumgelaufen wird, ist es wichtig, den Unterleib besonders zu schützen. Eine allgemeine Unterkühlung des Körpers kann übrigens bereits dazu führen, dass die Blase verkrampft und eine Entzündung ausbrütet. Angora-Unterwäsche oder spezielle Thermobekleidung können helfen, sich vor einer Blasenentzündung zu schützen. Warmes und undurchlässiges Schuhwerk, das vor Kälte und Feuchtigkeit schützt, sollte im Winter obligatorisch sein. Insbesondere bei längeren Spaziergängen, Skilaufen, Rodeln und ähnlichen Vergnügungen in der Kälte sollte auf angemessene Kleidung geachtet werden.

Normalerweise keine Komplikationen

Da Frauen von Natur aus eine kürzere Harnrohre haben als Männer, kommt bei ihnen eine Blasenentzündung besonders häufig vor. Unterleibsschmerzen, ein häufiger Harndrang sowie Brennen beim Wasserlassen sind die typischen Symptome für die Erkrankung. Auch Blut im Urin kann bei einer Entzündung der Blase vorkommen. Eine sogenannte unkomplizierte Zystitis geht normalerweise ohne Komplikationen wieder vorüber. Bei den ersten Beschwerden sollte bereits etwas dagegen unternommen werden, damit sich die Bakterien in der Blase nicht noch mehr ausbreiten können. Zur ersten Selbsthilfe eignen sich bewährte Hausmittel, für die kein Arztbesuch nötig ist.

Blasenentzündung - viel trinken hilft
Blasenentzündung - viel trinken hilft

Selbsthilfe bei den typischen Symptomen

Ruhe und Entspannung, verbunden mit einem steten Warmhalten des Unterleibs, können bei leichten Entzündungen der Blase bereits zu einer Heilung führen. Eine vermehrte Flüssigkeitszufuhr sist wichtig, am besten in Form von speziellen Blasen- und Nierentees, die rezeptfrei in Drogerien und Apotheken erhältlich sind. Sie wirken zugleich harntreibend auch auch desinfizierend. Insbesondere Bärentraubenblätter und Schachtelhalm, die in Blasen- und Nierentees enthalten sind, helfen die Bakterien zu vernichten. Dazu sollte möglichst viel Wasser getrunken werden. Es empfiehlt sich, insgesamt mindestens zwei Liter täglich zu trinken, denn die Durchspülung der Harnwege führt zum Hinausschwemmen der Bakterien, die erst zu der Blasenentzündung geführt haben. Warme Sitzbäder oder die Auflage einer Wärmflasche können ebenso dabei helfen, die lästigen Beschwerden schnell wieder los zu werden. Ein Tipp ist das Trinken von Cranberrysaft, der durch seine Eigenschaften die Ansiedlung von Bakterien in der Blasenschleimhaut bekämpft. Sein Geschmack ist zwar nicht jedermanns Sache, ein Versuch lohnt sich jedoch aufgrund der positiven Wirkung. Cranberry gibt es auch in Tabletten- und Pulverform.

Tipps zur Vorbeugung

Damit eine Blasenentzündung gar nicht erst zustande kommt, sollten einige Tipps beherzigt werden – und das nicht nur im Winter:

  • Stetes Warmhalten des Unterleibs sowie der Füße. Nasse Bekleidung so schnell wie möglich wechseln.
  • Auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten, am besten in Form von Wasser und Tee. Auch Suppen aller Art sind ein guter Flüssigkeitslieferant.
  • Die Blase sollte regelmäßig vollständig entleert werden. Ein häufiges Aufschieben des Toilettengangs birgt das Risiko der Keimbesiedlung in der Harnröhre.
  • Um Keimen, die zu einer Blasenentzündung führen können, noch weniger Chancen zu geben, sollte möglichst bei 60 Grad waschbare Unterwäsche aus Baumwolle getragen. Sie sollte nicht scheuern und gut passen, um die Haut nicht zu reizen.
  • Eine gute Hygiene ist außerdem das A und O, wenn es um die Vermeidung von Bakterien geht. Denn auch durch eine Schmierinfektion, wenn z. B. nach dem Stuhlgang Keime in die Harnröhre gelangen, kann eine Blasenentzündung entstehen. Spezielle Intimwaschmittel sind übrigens eher schädlich als nützlich, da sie das natürliche Milieu angreifen.
  • Cranberry, der natürliche Saft ohne Nebenwirkungen, kann auch vorbeugend eingesetzt werden, um eine Ansiedlung von Bakterien in der Blase zu verhindern.

Zum Arzt, wenn es nicht besser wird

Werden die Beschwerden trotz Selbstbehandlung nicht besser oder verschlimmern sich sogar, sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden. Wenn Fieber ins Spiel kommt, sollte immer professionelle Hilfe gesucht werden. Durch eine Urinprobe kann dieser feststellen, welche Bakterien sich in der Blase angesiedelt haben und wie dringend welcher Handlungsbedarf besteht. Wenn Warmhalten und viel Trinken nichts mehr bringt, wird der Arzt Antibiotika verschreiben, um die Bakterien endgültig zu vertreiben. Da eine unbehandelte Blasenentzündung schließlich in eine Entzündung des Nierenbeckens münden kann, ist eine schnelle Behandlung angeraten. Für Schwangere kann eine Blasenentzündung schwerwiegende Folgen haben, weshalb sie erste Symptome sehr ernst nehmen sollten. Immer wiederkehrende Blasenentzündungen sind ebenfalls ein Grund, den Arzt aufzusuchen und den Gründen dafür auf die Spur zu kommen.

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