Flüssigkeitsmangel: Wir trinken zu wenig

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Manche Befindlichkeitsstörungen können ganz einfach auf einen akuten Flüssigkeitsmangel zurückzuführen sein. Dazu gehören Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme, Schwindel oder mangelnde Leistungsfähigkeit. Für den gesamten Körper ist insbesondere Wasser sehr wichtig, da er selbst zu einem großen Teil daraus besteht.
Flüssigkeitsmangel: Wir trinken zu wenig

Regelmäßiges Trinken sollte für jeden Menschen eine feste Gewohnheit darstellen – für eine Veränderung ist es nie zu spät. Denn im schlimmsten Fall kann es zu Nierenschäden oder akuten Austrocknungssymptomen kommen. Insbesondere ältere Menschen sind sehr gefährdet, da sie Durst häufig nicht wie Jüngere wahrnehmen, was tückische Folgen haben kann in Bezug auf die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.

Da der menschliche Körper zu einem Großteil aus Wasser besteht, kommt dem Trinken eine hohe Bedeutung zu, wenn es um Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit geht. Nicht immer ist Durst der Indikator, da es bereits vorher zu einem Mangel an Flüssigkeit kommen kann. Im Alltag wird das Trinken manchmal schlichtweg vergessen, weshalb feste Regeln eine Hilfe darstellen. Besonders ältere Menschen haben ein großes Risiko, einen Flüssigkeitsmangel zu erleiden, da sich das Durstgefühl mit dem Alter verringert.

Mögliche Folgen von Flüssigkeitsmangel

Kopfschmerzen oder Schwindelgefühle müssen weder zum schnellen Griff zur Schmerztablette führen noch Panik auslösen. Sie können auch einfach erste Anzeichen eines akuten Flüssigkeitsmangels sein. Auch bei Konzentrationsproblemen kann es sich lohnen, ein Glas Wasser auf dem Schreibtisch stehen zu haben. Denn erhält der Körper zu wenig Flüssigkeit in Form von Getränken, verdickt sich das Blut und das Gehirn wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, so dass die geistige Leistungsfähigkeit sinkt. Bereits wenn 1 bis 2 % des normalen Gesamtkörperwassers fehlen, können spürbare Folgen auftreten. Die Nährstoffe werden nicht mehr so gut transportiert und das Gewebe nicht mehr ausreichend versorgt. Auch der Blutdruck und der Herzschlag sinken, weil dem Körper etwas Wichtiges fehlt. Aufgrund von Flüssigkeitsmangel ermüden außerdem die Muskeln schneller und die Haut wird trockener. Fehlen dem Körper 5 % der benötigten Flüssigkeit, wird übrigens schon von einem starken Flüssigkeitsmangel gesprochen, der sogar zum Kreislaufkollaps führen kann. Lästige Folgen von Flüssigkeitsmangel können auch Blasen- und Harnwegsentzündungen sein, die im schlimmsten Fall chronisch werden. Damit die Harnwege optimal durchspült werden und Giftstoffe regelmäßig ausgeschieden werden, ist ausreichendes Trinken unbedingt erforderlich. Eine weitere unangenehme Folge kann Verstopfung sein, denn für eine optimale Verdauung wird neben Ballaststoffen auch Flüssigkeit benötigt.

Bis zu zwei Liter täglich sollten es sein

Damit alle Funktionen des menschlichen Körpers einwandfrei funktionieren, ist es unerlässlich, täglich ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Dafür ist Wasser die erste Wahl, egal ob Leitungs- oder Mineralwasser. Wer mehr Geschmack braucht, darf auch zu Obstschorlen oder ungesüßtem Tee greifen. Aber selbst Kaffee ist immer noch besser als gar keine Flüssigkeit. Er steht übrigens seit einiger Zeit nicht mehr im Ruf, dem Körper Flüssigkeit zu entziehen, wofür entsprechende Studien gesorgt haben. Je nach Geschlecht und Alter kann der Flüssigkeitsbedarf durchaus variieren. Auch die Aktivität und jahreszeitbedingte Temperaturen haben einen Einfluss auf die benötigte Menge an Flüssigkeit. Denn ungewöhnliche Hitze oder intensiver Sport erfordern stets zusätzliche Flüssigkeit, weil der Körper mehr schwitzt als sonst. Bei längerer körperlicher Aktivität und im Hochsommer sollten entsprechende Getränke immer mitgeführt werden. Bei moderatem Sport unter einer Stunde reicht es Experten zufolge jedoch, vor und nach der Trainingseinheit ausreichend zu trinken. Bei normalem Verbrauch sollten es etwa 2 Liter Flüssigkeit pro Tag sein, wobei natürlich auch Lebensmittel wie Obst oder flüssige Speisen ins Gewicht fallen.

Wie viel individuell getrunken werden sollte, kann leicht selbst herausgefunden werden. Denn neben fehlender Leistungsfähigkeit, Kopfschmerzen oder schlaffer Haut kann auch der Urin wichtige Zeichen geben. Je häufiger der Urin auffallend dunkel ist, desto weniger Flüssigkeit wurde aufgenommen – und es besteht die Gefahr eines Flüssigkeitsmangels, der schnellstens gedeckt werden sollte. Veränderte Gewohnheiten, auch mit Hilfe von Merkzetteln, können hier den Unterschied machen. Nach dem Aufstehen ein Glas Wasser, ein Saft zum Essen und eine Kanne Tee oder eine Flasche Mineralwasser über den Tag verteilt kann zum neuen Pensum werden, das gesund und geistig fit hält. Häufiges Problem bei Älteren

Insbesondere ältere Menschen sind gefährdet

Ältere Menschen leiden sehr oft an Flüssigkeitsmangel, denn sie haben ein nachlassendes Durstempfinden bei einer gleichzeitigen Abnahme des Körperwassergehalts. So können leicht Schwächegefühle, Schwindel und Konzentrationsprobleme auftreten, die wiederum häufig zu riskanten Stürzen führen. Ältere Menschen sollten immer ausreichend Getränke, die ihnen möglichst schmecken, parat haben, damit sie trotz fehlendem Durst über den Tag verteilt davon trinken. Feste Regeln und Gewohnheiten können hier helfen, damit keine Nierenprobleme auftauchen. Ein zusätzlicher Fakt ist, dass sich die Nieren im Alter weniger anpassen können, wenn die Regulierung des Körperwassergehalts gestört ist. Wird neben zu wenig Flüssigkeit auch zu wenig Salz aufgenommen, was oft der Fall ist, so wird Wasser wie Natrium mit dem Urin ausgeschieden, was in anderen Altersgruppen nicht der Fall ist und einen Flüssigkeitsmangel so gefährlich macht. Daneben können auch bestimmte Medikamente zu einem erhöhten Flüssigkeitsverlust führen, der unbedingt regelmäßig ausgeglichen werden muss.

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