Sanft fit werden mit Yoga

von Viola Malachowski
Yoga ist fast schon zum Volkssport geworden, wenn es um Entspannung geht, die viele Menschen als Ausgleich zum Alltag suchen. Wer mit dem Yoga anfängt, sollte sich nicht unter Druck setzen. Denn um Langsamkeit, Geduld und Konzentration auf den Körper geht es dabei hauptsächlich.
Sanft fit werden mit Yoga

Bei der großen Vielfalt der verschiedenen Yoga-Arten ist es schwierig den Durchblick zu bewahren. Es gibt sowohl Kurse, bei denen die reine Entspannung im Mittelpunkt steht, als auch sportlich sehr anspruchsvolle und überwiegend spirituelle Yoga-Stile. Wichtig ist, sich in der Gruppe wohlzufühlen und gleichzeitig die Besinnung auf sich selbst zu bewahren. Denn um das In-sich-Blicken geht es bei dieser uralten Entspannungs­methode, die Körper und Geist gesund hält, nun einmal ganz grundsätzlich.

Yoga ist eine klassische Entspannungsmethode, die über eine lange Geschichte verfügt. Bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. soll es die Anfänge des religiösen Yoga gegeben haben. Meditation war in der fernöstlichen Philosophie ein wichtiges Mittel, um sich in Einklang mit der Welt und in Gottesnähe zu bringen. Heute ist Yoga recht modern geworden, und nicht immer sind Religion oder spirituelle Gründe der Anlass, einen Kurs zu besuchen. Hierzulande praktizieren mittlerweile immer mehr Menschen die sanften Übungen, die sich positiv auf Körper und Seele auswirken. Ein Einstieg ist jederzeit leicht zu finden, jedoch können die unterschiedlichen Stile durchaus im Schwierigkeitsgrad variieren. Manchmal spielt die Atmung die Hauptrolle, manchmal auch die Gelenkigkeit oder wie einst die Spiritualität.

Sich in Geduld üben lernen

Yoga hat viel damit zu tun, sich in Geduld üben zu lernen. Denn die Übungen gelingen den wenigsten Menschen auf Anhieb. Sie sind zunächst ungewöhnlich, weil sie ganz neue Bewegungen und noch unbekannte Muskeln fordern. Alles Abrupte sollte jedoch vermieden werden, um die Konzentration und Körperwahrnehmung zu fördern und außerdem Zerrungen zu vermeiden, die normalerweise beim Yoga nicht vorkommen. Wer eine Zeitlang Yoga praktiziert, fühlt eine innere Ruhe, die sich auch in den Alltag mitnehmen lässt. Schließlich geht es dabei vor allem um das Wohlbefinden und nicht um Hochleistungsakrobatik – auch wenn es hin und wieder so aussehen kann. Jeder findet seinen eigenen Rhythmus und sein Level, Konkurrenz untereinander sollte in der Gruppe nicht entstehen. Denn beim Yoga geht es nicht darum, andere zu übertrumpfen, sondern etwas nur für sich selbst zu gewinnen und zu entdecken.

Asanas und Atemübungen

Um die Wahrnehmung des eigenen Körpers zu schulen, spielen unterschiedlichste Körperübungen, die Asanas genannt werden, eine wichtige Rolle. Dabei wird vielen Anfängern bald klar, an welchen Stellen ihr Körper besonders verspannt ist und wo sie deshalb besonders ansetzen müssen. Auch Atemübungen müssen Yoga-Neulingen erst einmal gründlich beigebracht werden, wofür ein erfahrener Yoga-Lehrer sehr nützlich ist, damit sich keine falschen Gewohnheiten einschleichen. Das Ziel ist immer, langsam und fließend zu atmen. Auf diese Weise stellt sich im ganzen Körper Entspannung ein und auch der Geist wird klarer. Übrigens ist der Beruf Yoga-Lehrer rechtlich nicht geschützt und kann von jedem ausgeübt werden, der sich praktisch und theoretisch mit dem Thema befasst hat und sein Wissen weitergeben möchte. Allerdings gibt es auch zertifizierte Lehrer, die entsprechende Kurse hinter sich haben.

Das Bewusstsein ändert sich durch Yoga
Das Bewusstsein ändert sich durch Yoga

Das Bewusstsein ändert sich durch Yoga

Durch die Besinnung auf den Körper und die Konzentration auf den Atem stellt sich früher oder später – was bei jedem Praktizierenden anders ist – eine Veränderung des Bewusstseins ein. Bei den Yoga-Übungen rücken Dinge und Wahrnehmungen in den Vordergrund, die im Alltag scheinbar keine Rolle spielen. Dabei hängt alles zusammen, und eins wirkt sich aufs andere aus. Besonders Stressgeplagte können deshalb von Yoga sehr profitieren, da sie einmal alle äußeren Verpflichtungen hinter sich lassen können und sich ganz auf das Hier und Jetzt besinnen können. Yoga ist das genaue Gegenteil vom Gehetztsein, so dass sich mit etwas Geduld eine wohltuende Balance einstellt. Vielfältige Verspannungen im ganzen Körper, die durch Stress – welcher Form auch immer – entstanden sind, lösen sich durch entsprechende Übungen. Wer sich darauf einlässt, spürt irgendwann auch im Alltag, was ihm gut tut und was eher nicht.

Den geeigneten Yoga-Kurs finden

Wer als Neuling einsteigen möchte, sollte sich für einen Kurs entscheiden, der speziell für Anfänger geeignet ist. Denn zwischen Anfängern und Fortgeschrittenen klafft häufig eine große Lücke, die leicht zu Enttäuschungen führen kann. Yoga ist für viele erst einmal eine neue Welt, die behutsam betreten werden muss. Das innere Nachspüren ist genauso Neuland wie diverse Fachbegriffe, Atemtechniken und das zu erlernende Gleichgewichtsgefühl, das zunächst gar nicht so einfach ist. Bei der Frage, welche Yoga-Art die richtige für wen ist, scheiden sich allerdings die Geister. Hatha-Yoga ist beispielsweise sehr beliebt bei Entspannungssuchenden, während Kundalini recht anspruchsvoll ist, was die Körperübungen angeht. Soganntes Power-Yoga, das häufig im Fitnessstudio angeboten wird, ist ebenfalls sehr sportlich, aber modern. Es kann sich lohnen, erst einmal eine Probestunde zu besuchen, um herauszufinden, welche Richtung am besten passt. Allgemein unsportliche Menschen haben beispielsweise ganz andere Bedürfnisse als solche, die bereits mehrere Sportarten seit Langem praktizieren und nun entspannendere Wege gehen möchten. Auch die Frage, ob reine Entspannung oder auch Spiritualität gesucht wird, sollte jeder für sich selbst beantworten. Nach der Yoga-Stunde sollte sich auf jeden Fall ein positives Gefühl einstellen. Es ist aber in irgendeiner Weise negativ, so bringt es nichts weiterzumachen und sich zu quälen. Ein anderer Yoga-Stil kann schon wieder ganz anders sein – außerdem gibt es auch Menschen, die sich mit Yoga trotz allem in der Praxis einfach nicht anfreunden können.

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