Salz, die unterschätzte Gefahr

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Salz ist in fast allen Nahrungsmitteln enthalten. In der Antike als wertvolle Speisezutat geschätzt, ist Salz heute etwas in Verruf geraten. Übermäßiger Salzverzehr kann zu Bluthockdruck und anderen Herzkreislauferkrankungen kommen. Auch das Risiko, an Osteoporose oder Nierensteinen zu erkranken oder einen Schlaganfall zu erleiden, steigt.
Salz, die unterschätzte Gefahr

In vielen Nahrungsmittel ist Salz als versteckte Zutat enthalten, sogar in süßen Snacks oder in Fertiggerichten. Zu Anfang steht daher immer ein Protokoll der eigenen Salzaufnahme, damit man erkennt, ob man zuviel oder Salz in vernünftigen Mengen zu sich nimmt.

Schon seit der Antike nehmen Menschen Kochsalz als Bestandteil ihrer täglichen Nahrung zu sich. Während es durch seinen hohen Preis in früheren Jahrhunderten vor allem den Wohlhabenden vorbehalten war, ist es heute preiswert und für jedermann jederzeit verfügbar. Dies hat dazu geführt, dass die Menschen heute mehr Salz zu sich nehmen als frühere Generationen. Dies ist zunächst einmal positiv, weil Salz ein lebensnotwendiger Mineralstoff ist, der zahlreiche Vorgänge im menschlichen Körper erst möglich macht.

Für gesunde Menschen wird heute empfohlen, zwischen 5 und 10 Gramm Salz pro Tag zu sich zu nehmen. Eine übermäßige Salzzufuhr kann negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben. So kann es bei übermäßigem Salzverzehr zu Bluthockdruck und anderen Herzkreislauferkrankungen kommen. Auch das Risiko, an Osteoporose oder Nierensteinen zu erkranken oder einen Schlaganfall zu erleiden, steigt. Wer bereits unter einer dieser Krankheiten leidet kann durch einen Reduktion der Salzaufnahmen unter Umständen spürbare Erfolge erzielen. Wer zum Beispiel Risikofaktoren für Herzkreislauferkrankungen hat, kann eine salzarme Ernährung zur Vorbeugung nutzen. Wichtig ist für diese Personen in jedem Fall, die eigene Salzaufnahme zu kennen.

Salz - Fluch und Segen
Wieviel ist zuviel?

Wieviel ist zuviel?

Weil Viele keinen genauen Überblick über den eigenen Salzverbrauch haben, kann es nützlich sein, ein Woche lang darüber Buch zu führen, wie viel Salz man zu sich nimmt. Ist man danach der Meinung, zu salzreich zu essen und möchte eine Salzreduktion durchführen, sollte in jedem Fall ein Arzt befragt werden. Denn auch eine Unterversorgung mit Salz kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Schwangere zum Beispiel benötigen besonders viel Salz. Bei älteren Menschen mit vermindertem Durstgefühl kann unter Umständen bei Salzreduktion der Durst weiter abnehmen und es so zu einer Unterversorgung mit Flüssigkeit kommen.

Auch bei der Einnahme von bestimmten Medikamenten kann es zu Nebenwirkungen kommen, wenn dem Körper nicht genügend Salz zur Verfügung steht. Schließlich reagiert der Hormonhaushalt sehr sensibel auf eine Veränderung der Salzzufuhr. Daher muss eine Salzreduktion immer stufenweise erfolgen. Ein Arzt kann Sie sowohl zur individuell optimalen Salzzufuhr als auch zur schrittweisen Reduktion des Salzkonsums beraten.

Verstecktes Salz in Nahrungsmitteln

Wer seinen Salzkonsum reduzieren möchte, steht vor allen Dingen vor einer großen Herausforderung: dem versteckten Salz, dass wir nicht durch direktes Salzen sondern indirekt durch bereits vorgesalzene Lebensmittel zu uns nehmen. Etwa 70- 80 % des Salzes werden auf diesem indirekten Weg aufgenommen.

Verstecktes Salz in Nahrungsmitteln
Verstecktes Salz in Nahrungsmitteln

Dass Salzheringe, Salzstangen und Chips gesalzen sind, ist allgemein bekannt. Weil es ein Geschmacksträger ist, steckt Salz aber auch in vielen Lebensmitteln des täglichen Bedarfs. In Brot, Brötchen und anderen Backwahren wird es genauso eingesetzt wie in Nudeln und weiteren Teigwaren. Für viele Wurst- und Fleischwaren wird Salz als Konservierungsmittel – zum Beispiel beim Pökeln vor dem Räuchern oder Lufttrocknen – benutzt.

Wie ernähre ich mich salzärmer?

Wer sich salzarm ernähren möchte, sollte geräucherten und luftgetrockneten Schinken, Mettwurst und Salami, geräucherte Wust und Kassler möglichst meiden, und statt dessen zu ungeräucherter Putenbrust, ungeräucherten gebrühten Würsten und ähnlichem greifen. Aber auch in Süßspeisen wie Fertigpudding und in Süßigkeiten, wo es kaum jemand vermutet, rundet Salz den Geschmack ab. Auch Cornflakes enthalten eine beträchtliche Menge Salz. Wer sie ersetzen möchte, trifft mit den deutlich salzärmeren Haferflocken eine gute Wahl. Besonders viel Salz ist in Fertiggerichten und Fertigsaucen verarbeitet. Wer öfter frische Lebensmittel selbst kocht und dabei Kräuter und andere Gewürze einsetzt, kann ein viel Salz einsparen.

Aber auch Hobbyköche sind nicht automatisch auf der sicheren Seite. Gerade exotische Gewürzmischungen wie Currys bestehen oft zu einen beträchtlichen Anteil aus Salz. Es empfiehlt sich daher, die Mischungen aus Einzelgewürzen selbst herzustellen. Ein Problem beim versteckten Salz in allen Lebensmitteln ist die Kennzeichnung. Oft wird auf den Lebensmittelverpackungen nicht (Koch-) Salz angegeben sondern seine chemisch Bezeichnung Natriumchlorid. Manchmal wird auch nur Natrium aufgeführt, wo Salz gemeint ist. Dann kann der Natriumgehalt mit folgender Faustformel in den Salzgehalt umgerechnet werden: 4 mal Natriumgehalt in Gramm = Salzgehalt in Gramm.

Die Zutatenliste gibt Aufschluss

Sind keine genauen Mengen an Salz oder Natrium angegeben, sollte man darauf achten, wo Salz in der Zutatenliste steht. Je weiter vorn beziehungsweise oben in der Reihenfolge Salz steht, desto mehr ist enthalten. Unproblematischer ist die Kennzeichnung von Mineralwasser. Wässer die viel Salz enthalten müssen als natriumreich deklariert werden. Wer sich salzarm ernähren möchte, sollte diese Sorten meiden und Mineralwässer mit dem Label "geeignet für natriumarme Ernährung" bevorzugen.

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