Volkskrankheit Kopfschmerzen

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Leichte bis starke Kopfschmerzen sind in allen Bevölkerungsgruppen weit verbreitet – sie können hin und wieder akut auftreten und sogar chronisch werden. Während der sogenannte Spannungskopfschmerz allgemein leicht zu vertreiben bzw. vermeiden ist, können Betroffene an Migräne sehr leiden.
Volkskrankheit Kopfschmerzen

Die pochenden Schmerzen sind häufig mit Übelkeit verbunden und schränken den Alltag der Betroffenen sehr ein. Ein Kopfschmerzkalender kann dabei helfen, Auslöser zu finden und in Zukunft zu vermeiden. Medikamente sollten erst dann zum Einsatz kommen, wenn andere Methoden keine Wirkung erzielen, da Patienten ansonsten schnell in einen gefährlichen Kreislauf geraten können.

Hin und wieder an Kopfschmerzen zu leiden kennen wohl die allermeisten Menschen, und das unabhängig von Alter und Bevölkerungsschicht. Ob nach schlechtem Schlaf, einem anstrengenden Arbeitstag oder als Ankündigung einer Erkältung – die Schmerzen können verschiedene Gründe haben und genauso schnell wieder verschwinden, wie sie gekommen sind. Wenn der Kopfschmerz jedoch übermäßig viel Platz im Leben einnimmt oder gar chronisch wird, sollte dem nachgegangen werden. Denn die Lebensqualität wird durch Kopfschmerzen erheblich beeinträchtigt.

Der Kopf ist ein sensibles Konstrukt

So robust der Kopf von außen gesehen auch ist – innen ist er ein äußerst kompliziertes und sensibles Konstrukt. Das Gehirn kann selbst zwar keine Schmerzen bereiten, jedoch sind die Gefäße und Hirnhäute umso empfindlicher. Es wird nach dem heutigen Stand der Medizin davon ausgegangen, dass die Ursache für Migräne beispielsweise in einer Zellenüberreaktion innerhalb des Hirnstamms liegt, die auf die Hirnrinde übergeht. Die Reaktion wirkt sich auch auf die Gesichtsnerven aus und nicht zuletzt auf bestimmte Botenstoffe und den Serotonspiegel. So weist ein Migränepatient während einer akuten Attacke einen erhöhten Serotoninstand auf.

Meist liegt keine ernste Ursache zugrunde

Hinter sehr heftigen Kopfschmerzen kann sich in Einzelfällen auch eine ernste Erkrankung verbergen, z.B. eine Hirnblutung, ein Tumor oder eine Hirnhautentzündung. Insbesondere nach einem Sturz sollten Kopfschmerzen genau beobachtet werden. In den allermeisten Fällen sind Kopfschmerzen, sofern sie immer mal wieder auftreten und keine anderen Beschwerden hinzukommen, harmlos. Das ändert jedoch nichts daran, dass sie für die Betroffenen sehr unangenehm sein können. Insbesondere Migräne kann sich zu einer chronischen Krankheit entwickeln, die die Betroffenen für bestimmte Zeitphasen im Alltag regelrecht außer Gefecht setzt. Insgesamt sollen mehr als 200 verschiedene Arten von Kopfschmerz existieren – so kann wohl jeder Patient von seiner persönlichen Wahrnehmung des ihm gut bekannten Schmerzes berichten, die zudem sehr individuell sein kann. Neben der Migräne zählen Spannungskopfschmerzen zu den weitestverbreiteten Kopfschmerzarten.

Durch Selbstbeobachtung Auslöser finden
Durch Selbstbeobachtung Auslöser finden

Akute Spannungskopfschmerzen und chronische Migräne

Am häufigsten sind sogenannte Spannungskopfschmerzen, die an einem lästigen Druckgefühl zu erkennen sind, von dem der gesamte Kopf bzw. beide Seiten betroffen sind. In der Regel verschwinden diese Schmerzen wieder, wenn erst einmal ausreichend Entspannung einsetzt hat, und werden nur sehr selten chronisch. Wer regelmäßig für Entspannung sorgt, kommt um die Beschwerden schnell herum. Selbst Schulkinder leiden heute bereits oft an gelegentlichen Spannungskopfschmerzen, was ernst zu nehmen ist. Anders ist es bei der Migräne, die statistisch jeden 10. trifft und nicht ganz so einfach zu heilen ist. Die regelmäßig eintretenden Migräneattacken sind pochend und einseitig und können bis in den Nacken ausstrahlen. Häufig kommen noch Übelkeit und Lichtempfindlichkeit hinzu. Wissenschaftler nehmen an, dass bei Migräne auch die genetische Veranlagung eine Rolle spielt, die dazu führt, dass gewisse Botenstoffe im Gehirn vermehrt freigesetzt werden und so zu Gefäßentzündungen führen, die für die typischen Migränebeschwerden sorgen. Manche Patienten haben bereits vor der Attacke Anzeichen wie Taubheitsgefühle oder Sehstörungen und wissen, dass es mal wieder so weit ist.

Durch Selbstbeobachtung Auslöser finden

Wer meint, allzu häufig an Kopfschmerzen zu leiden, sollte Buch darüber führen, wann genau die Schmerzen auftauchen, wie lange sie dauern und in welcher Situation sie jeweils aufgetaucht sind. Der „Schmerzkalender“ kann dabei helfen, den Gründen auf die Spur zu kommen und Abhilfe zu schaffen. Auch der aufgesuchte Arzt wird sich dafür interessieren und kann die Behandlung somit schneller beginnen. Auslöser für Kopfschmerzen und Migräne können nicht nur Wetterfühligkeit, Alkoholgenuss, Stress, Flüssigkeitsmangel oder Schlafprobleme sein. Auch Wirbelsäulenprobleme sollten ausgeschlossen werden, da sie sich mitunter auf die komplizierten Nervenanbindungen auswirken können, ohne dass dies immer offensichtlich ist. Das gleiche gilt für Kopfschmerzen als mögliche Nebenwirkung von Medikamenten, die manchmal übersehen wird.

Den regelmäßigen Griff zur Tablette möglichst vermeiden

Bei akuten Kopfschmerzen, die nicht mit Migräne zu verwechseln sind, sollte ein Griff zur Schmerztablette möglichst vermieden werden. Denn schnell kann sich diese praktische Lösung verselbstständigen. Bewährte Mittel wie Ibuprofen oder Paracetamol sind zwar allgemein gut verträglich, sollten aber nicht allzu häufig eingenommen werden. Es sind ansonsten nicht nur Organschädigungen zu befürchten, sondern auch andere Nebenwirkungen wie beispielsweise chronischer Kopfschmerz, so dass die Patienten schnell in einen gefährlichen Kreislauf geraten.

Eine natürliche Abhilfe bei leichten bis mittleren Kopfschmerzen ist z. B. Pfefferminzöl, dem eine entspannende Wirkung nachgesagt wird. Insbesondere bei Spannungskopfschmerzen wirkt alles positiv, was allgemein der Entspannung zugute kommt. Yoga, Medikation, Entspannungsmusik oder körperliche Bewegung sind hier gute Hilfen. Biofeedback ist darüber hinaus eine Methode, die sich sogar bei Migräne immer mehr durchsetzt und Erfolge bringen kann.

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