Warum nur immer wieder Junk Food?

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Wir wissen, das es nicht gut für uns ist: Zu viel Salz, zu viel Fett, zu viel Zucker. Woran liegt es nur, dass wir trotzdem immer wieder zum Junk Food greifen? Allen Junkfoodgerichten ist gemeinsam, dass sie viel Fett, Salz und Zucker enthalten, aber nur wenige Vitamine und Mineralstoffe.
Warum nur immer wieder Junk Food?

Machen Gerichten sind auch oft große Mengen an Stabilisatoren, Konservierungsmitteln und Geschmacksverstärkern zugesetzt. Diese Geschmacksverstärker sind einer der Hauptgründe, warum wir Junkfood essen, obwohl wir wissen, dass es ungesund ist.

Was ist „Junkfood“ überhaupt?

Der Begriff Junkfood setzt sich aus zwei englischen Worten zusammen 'junk' = Ausschuss und 'food' = Nahrung. Nicht ohne Grund existiert dieser Begriff nur in der englischen Sprache. Allein die Übersetzung in die deutsche Sprache „Ausschussnahrung“ würde schon viele Menschen vom Kauf abhalten. Als Junkfood werden meistens Speisen bezeichnet, die als ungesund und minderwertig gelten, wie Burger, Pommes frites, frittiertes Geflügel, Fertigpizza und Tacos, aber auch manche Fertiggerichte aus dem Supermarkt, die aus Rohstoffen minderwertiger Qualität hergestellt werden.

Allen Junkfoodgerichten ist gemeinsam, dass sie viel Fett, Salz und Zucker enthalten, aber nur wenige Vitamine und Mineralstoffe. Machen Gerichten sind auch oft große Mengen an Stabilisatoren, Konservierungsmitteln und Geschmacksverstärkern zugesetzt. Diese Geschmacksverstärker sind einer der Hauptgründe, warum wir Junkfood essen, obwohl wir wissen, dass es ungesund ist. Je öfter wir künstliche Geschmacksstoffe, aber auch Zucker, Fett und Salz im Übermaß zu uns nehmen, desto mehr gewöhnt sich unser Geschmackssinn daran und desto häufiger haben wir das Verlangen, diese Stoffe und Essen, welches diese Stoffe enthält, zu uns zu nehmen. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass es bei einem exzessiven Junkfoodkonsum sogar zu einer regelrechten Sucht kommen kann.

Zu viel: Salz, Fett, Zucker
Zu viel: Salz, Fett, Zucker

Zuviel als Kind prägt den Erwachsenen

Besonders problematisch ist, wenn Kinder übermäßig oft Junkfood zu sich nehmen. Ihr Geschmack befindet sich noch in der Prägungsphase. Die Nahrungsmittel, die in dieser Phase besonders viel gegessen werden, sind oft die Lieblingsspeisen für das ganze Leben. Eine britische Studie weist sogar darauf hin, dass übertriebenes Junkfood in der Schwangerschaft dazu führen kann, dass auch die Kinder im späteren Leben diese Kost bevorzugen. Ein weiterer wichtiger Grund für den Konsum von Junkfood ist die Tatsache, dass es schnell und leicht zu beschaffen ist. Wer hat schon nach einem langen Arbeitstag noch Lust und Kraft, viel Zeit in die Zubereitung eines vollständigen Menüs zu investieren?

Gesunde Snacks zwischendurch

Wenn es ausschließlich um einen schnellen Snack zwischendurch oder um eine Mahlzeit ohne großen Aufwand geht, ist Junkfood relativ leicht zu ersetzen. Greifen Sie doch anstatt zu Chips einfach zu frischem Obst, dass Sie in jedem Supermarkt, aber auch an vielen Tankstellen, Kiosken und in vielen Kantinen bekommen können. Das Knabbern einer rohen Karotte ersetzt nicht nur ungesunde Produkte, sondern ist auch nebenbei noch preiswerter. Für die Mittagspause bietet sich als Alternative zum Burger der Gang in die Fleischerei oder ein lokales Fischgeschäft an. Zahlreiche kleine Familienunternehmen haben inzwischen einen Mittagstisch, bei dem die Gerichte schnell serviert werden. Viele von ihnen bereiten ihre Speisen täglich frisch ohne übermäßig viel Fett, Salz, Zucker und Geschmacksverstärker zu, eben die gute alte Hausmannskost. Aber auch wenn Sie Heißhunger auf Junkfood haben, gibt es eine Alternative zu ungesunden Produkten.

Selbst kochen ist immer besser

Bereiten Sie Ihre Lieblingsspeise doch selbst zu. Ein Burger mit Vollkornbrötchen, magerem Fleisch aus kontrollierter Tierhaltung, frischem Salat und einer fettarmen Joghurtsauce ist um einiges gesünder als manches gekaufte Pendant. Bei Pommes frites lassen sich dadurch Kalorien sparen, dass man sie nicht in Öl oder Hartfett frittiert sondern in den Backofen schiebt. Pizza wird zu einem vollwertigen, schmackhaften und gesunden Gericht, wenn man auf einem Boden, den man selbst aus Vollkornmehl zubereitet hat, statt fertiger Tomatensauce frische Tomaten verteilt. Als Belag bieten sich Gemüse und Pilze aber auch Fisch oder mageres Fleisch wie Geflügel an, alles selbstverständlich aus naturnaher und artgerechter Erzeugung. Bei der Auswahl des Käses kommt es vor allem auf den Fettgehalt an. Er wird als Fett i. Tr. = Fett in der Trockenmasse auf der Verpackung angegeben. Schmelzkäse gibt es zum Beispiel in vielen Supermärkten in den Fettstufen 40 % Fett i Tr. und 20% Fett i .Tr. Der 20%-Käse beinhaltet nur halb soviel Fett wie der 40%-Käse. Ihre Pizza sollten Sie mit frischen Kräutern und Gewürzen der Saison verfeinern. So können Sie zum einen Salz einsparen und Ihre Pizza schmeckt mindestens so gut, wie eine mit künstlichen Aromastoffen hergestellte. Eine solche gesunde ausgewogene Kost ist nicht nur in den meisten Fällen viele preiswerter als Junkfood sondern ein wertvoller Energielieferant. Außerdem machen Sie damit fast immer eine gute Figur. Da Sie weder überflüssiges Fett noch überflüssige Kalorien zu sich nehmen, müssen Sie auch keine ebenso überflüssigen Fettpölsterchen abtrainier oder weghungern.

Und Spaß macht es auch!

Leisten Sie sich doch ab und zu einmal den Luxus mit Ihren Kindern gemeinsam zu kochen. Fast alle Kinder machen dabei begeistert mit und erfahren ganz nebenbei, wie frische Lebensmittel aussehen und duften und wie vielfältig sie verarbeitet werden können. Ohne es zu bemerken, lernen sie auch die Qualität frischer Lebensmittel kennen und können somit schon sehr früh unterschiedliche Qualitäten unterscheiden. Ein wichtiger Aspekt ist ebenfalls, dass sie gesunde aber meistens von Kindern ungeliebte Lebensmittel selber zu Mahlzeiten verarbeiten und in der Regel danach mit Begeisterung im Kreis ihrer Lieben essen. So geprägte Kinder ernähren sich oft ein leben lang bewusst und profitieren so noch nach vielen Jahren davon, dass ihre Eltern sie schon früh an eine ausgewogene Ernährung herangeführt haben. Ihnen bleiben durch falsche Ernährung entstehendes Übergewicht und teilweise schon in jungen Jahren entstehende Gefäßkrankheiten weitestgehend erspart.

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