Pollen im Anflug

von Viola Malachowski
Der Frühling wird von Pollenallergikern nicht so sehnsüchtig herbeigesehnt wie von den meisten anderen Menschen. Denn diese Zeit des Jahres steht für sie für jährlich wiederkehrende, lästige Symptome, die einer Erkältung ähneln. Bei laufender...
Pollen im Anflug

Die meisten Menschen sehnen nach einem langen Winter den Frühling mit seinen angenehmen Begleiterscheinungen herbei. Für mindestens 16 Prozent der Deutschen bedeutet das Frühjahr jedes Jahr jedoch wieder „Pollenzeit“. Sie sind Allergiker und leiden jährlich an einer juckenden Nase, tränenden Augen, Schlaflosigkeit oder gar Atemnot. Heuschnupfen ist weit verbreitet, auch wenn nicht jeder mit den lästigen Symptomen sofort einen Arzt oder Allergiker aufsucht. Die Zahlen nehmen – wie bei anderen Allergien auch – außerdem ständig zu.

Jeder Monat bringt andere Pollen mit sich

Wer eine Pollenallergie hat, dessen Immunsystem reagiert überempfindlich auf verschiedenste Pflanzenpollen, die normalerweise für den Menschen harmlos sind. Sie werden als Bedrohung wahrgenommen, so dass sich ihr Körper mit den typischen Symptomen dagegen wehren muss. Die Ausprägungen der Allergie sind sehr unterschiedlich. Während dem einen nur etwas die Nase juckt oder das Riechen erschwert ist, so sind für den anderen in der Luft liegende Pollen ein regelrechter Alptraum. Auch besteht die Möglichkeit, dass sich mit der Zeit ein allergisches Asthma entwickelt, das chronisch ist und nicht nur zu den Zeiten des Pollenflugs auftritt.

Da je nach Monat und Region unterschiedliche Pflanzenpollen unterwegs sind, kann die schlimmste Zeit des Jahres für Allergiker nicht pauschal festgelegt werden. Einige von ihnen konnten bereits im Februar die Auswirkungen der Haselnuss- und Erlenbaumpollen spüren. Alle zwei Jahre – so auch 2014 – ab Mitte März sind laut Pollenexperten die Birkenpollen besonders aktiv. Ab Mai ist dann mit Gräserpollen zu rechnen und im August mit Kräuterpollen. Pollenallergiker sollten auch die schönste Zeit des Jahres - nämlich den Urlaub - anhand der Pollenlage in den einzelnen Urlaubsländern planen. Im Gebirge wie auch an der Ost- oder Nordsee sind sie jedoch vor den Pollen ziemlich sicher.

Allergie kann jederzeit auftreten oder sich verändern

Die Gründe, warum manche Menschen zum Allergiker werden und andere nicht, sind noch immer nicht gänzlich geklärt. Es wird jedoch angenommen, dass die Genetik dabei eine große Rolle spielt. Wenn ein Elternteil an einer Allergie leidet, so besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass auch das Kind im Laufe seines Lebens Symptome haben wird. Aber auch bei Menschen ohne diese Veranlagung kann eine Allergie jederzeit unerwartet auftreten. Die Empfindlichkeit von Pollenallergikern kann sich sogar während einer Pollenflugsaison verändern. Auch die Pollen selbst können hin und wieder durch Schadstoffe in der Luft an Aggressivität zunehmen. Viele Pollenallergiker leiden zusätzlich an einer Kreuzallergie (d. h. ihr Körper verträgt bestimmte frische Obstsorten nicht), Hautproblemen oder Nahrungsmittelallergien, die jährlich in der Pollenflugzeit schlimmer werden.

Mit der Pollenallergie leben lernen
Mit der Pollenallergie leben lernen

Mit der Pollenallergie leben lernen

Die meisten Allergiker fühlen sich erleichtert, wenn sie ihren Verdacht, an einer Pollenallergie zu leiden, vom Allergologen bestätigt bekommen. Denn die lästigen Symptome sind nun endlich einem triftigen Grund zuzuordnen, und in der Folge sind auch entsprechende Mittel zur Linderung zu finden. Am häufigsten wird Heuschnupfen ausgelöst durch Pollen des Birken-, Hasel- oder Erlenbaumes. Aber auch Süßgräser- oder Ambrosia-Pollen gehören zu den verbreitetsten Auslösern. Eine genaue Diagnostik erfolgt anhand einer Blutuntersuchung oder einem einfachen Test auf der Haut.

Damit sie trotz diagnostizierter Allergie eine gute Lebensqualität haben und ihre Gesundheit nicht darunter leidet, können Allergiker lernen, mit ihrer Allergie zu leben. Neben der ständigen Information über aktuelle Pollenflüge anhand des Pollenflugkalenders kann auch eine Hyposensibilisierung sinnvoll sein. Unter diesem Begriff wird eine Therapie durch Desensibilisierung verstanden, bei der dem Patienten über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren Antikörper gegeben werden, entweder per Injektion oder oral. Die jeweils geringen Dosen führen dazu, dass sich der Körper allmählich an das Allergen gewöhnt, so dass das Immunsystem nicht mehr dagegen ankämpfen muss. Eine Hyposensibilisierung sollte jedoch immer erst in den Sommer- oder Herbstmonaten für die jeweils nächste Pollensaison erfolgen.

Akut können spezielle Augentropfen und Nasensprays gegen Heuschnupfen wirken. Antihistaminika sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich und unterdrücken die Auswirkungen der Pollen auf die Schleimhäute. Auch natürliche Hilfsmittel wie Augen- oder Nasenspülungen können die Symptome lindern. In schweren Fällen können auch lokal einzusetzende Kortisonsprays vom Arzt verschrieben werden.

Aber auch das eigene Verhalten kann die Symptome mindern. Beispielsweise ist ein Aufenthalt im Freien, wenn es gerade geregnet hat, ratsam, da dann nur noch wenige Pollen in der Luft sind. Die Fenster sollten früh am Morgen oder erst am späten Abend geöffnet werden. Besonders viele Allergene liegen nach einem Gewitter in der Luft oder bei hohen Ozonwerten. Häufiges Haarewaschen und das Wechseln der Kleidung nach Aufenthalten im Freien, die in der Pollenflugsaison kurz gehalten werden sollten, können die Symptome ebenso eindämmen. Allergiker können sich jederzeit beim Polleninformationsdienst über aktuelle Pollenflüge in ihrer Region informieren, so dass sie davon nicht überrascht werden. Allerdings können die Pollen je nach Windlage auch größere Strecken zurücklegen.

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